Aktuelle Zahlen der staatlichen Förderbank KfW belegen: Spätestens jetzt ist bei der Energiewende im Gebäudesektor der Durchbruch geschafft. Der Wüstenrot-Vorstandsvorsitzende Bernd Hertweck zeigt sich erfreut: „Die neuesten Zahlen sind wirklich beeindruckend. Sie machen Mut und geben uns Bestätigung in unseren langjährigen intensiven Bemühungen darum, unsere Kunden zu aktivieren, ihre persönliche Energiewende im eigenen Haus anzupacken. Die Zahl der staatlich geförderten Energieberatungen hat sich in diesem Frühjahr vervierfacht und das bewilligte Fördervolumen aus den Bundesprogrammen für energetische Sanierung im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar sage und schreibe auf 5,5 Milliarden Euro verelffacht.“

Lange Zeit kam die Sanierungsquote bei den privaten Hauseigentümern nicht so recht vom Fleck. Doch bereits in den letzten beiden Jahren war Bewegung in das Geschehen gekommen. Anstöße waren eine verbesserte staatliche Förderung, wieder anziehende Energiepreise sowie die sich endgültig auf breiter Front durchsetzende Erkenntnis, dass es nun allerhöchste Zeit für uns alle ist, angesichts des längst tobenden Klimawandels fortan alles zu tun, um die Treibhausgasemissionen zu drücken.

Bernd Hertweck: „Energiewender“ stehen auf der Gewinnerseite – sie setzen etwas Großes in Gang

Seit Russland am 24. Februar dieses Jahres seinen brutalen Angriffskrieg auf die Ukraine gestartet hat, bekam das Thema noch mehr Dringlichkeit. Der Ausfall eigentlich vertraglich zugesicherter russischer Gaslieferungen lässt zudem die Energiepreise explodieren. Im kommenden Winter droht uns eine Energiekrise.

Diese zusätzliche Problemdimension schlägt sich auch in just veröffentlichten Umfrageergebnissen aus dem diesjährigen Energiewendebarometer der KfW nieder. Die bundesweite repräsentative Umfrage unter 4.000 Haushalten ergab, dass inzwischen rund 90 Prozent die Energiewende für sehr wichtig halten. Entscheidend ist natürlich, dass diese Einschätzung in konkretes Handeln mündet. Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung gibt Anlass zu Optimismus, dass wir diesbezüglich 2023 einen erneuten Sprung sehen werden. Denn 13 Prozent der Befragten gaben an, innerhalb der nächsten zwölf Monate in eine Energiewendetechnik wie Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpe oder Pelletheizung investieren zu wollen – damit hat sich der Anteil der „Energiewender“ gegenüber dem Vorjahr mit damals sieben Prozent fast verdoppelt.

„Für Hauseigentümer gilt heute: Abwarten ist längst keine Option mehr. Der Energieschock infolge des Ukraine-Kriegs ist noch ein weiterer gewichtiger Grund, die Energiewende nun unverzüglich selbst in die Hand zu nehmen“, erklärt Bernd Hertweck. „Grundsätzlich ist alles da: geeignete Dämmstoffe und ausgereifte Technik, substanzielle staatliche Förderung der Maßnahmen – wenngleich sie etwas reduziert wurde – sowie eine unverändert hohe Förderung der Vor-Ort-Energieberatung. Sie ist der Startschuss für die Planung der individuell geeigneten Maßnahmen. Wer in diesem Jahr noch den Energieberater ins Haus holt, hat gute Chancen, trotz langer Lieferzeiten und Handwerkermangel zumindest zum Winter 2023 mit seinen Maßnahmen durch zu sein.“

„Ab dann“, so der Wüstenrot-Chef weiter, „stehen Hauseigentümer auf der Seite der Gewinner: Sie tauschen unkalkulierbare Energiepreisrisiken gegen eine langfristig fixe Finanzierungsrate, kommen in den Genuss der staatlichen Förderung und machen sich ein gutes Stück energieautark. Auf längere Sicht werden sie eine hohe Energierendite einfahren. Sie werden zu stolzen Mitgestaltern der Energiewende und reduzieren ganz konkret und messbar den Treibhausgasausstoß. In vielen Wohnstraßen unseres Landes sieht man: Fängt einer an, ziehen andere nach. So kommt etwas Großes in Gang. Nachfolgende Generationen werden es uns danken.“