Bausparen kann insbesondere jungen Menschen und Familien mit geringerem Einkommen beim Vermögensaufbau behilflich sein. Wie Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Bausparkasse, in einem Gastbeitrag auf dem Finanzportal „Cash.Online“ konstatiert, stellt das Bausparen einen effektiven Vermögensbildungsbaustein für künftige Immobilieneigentümer dar. Diese können, wie der Bauspar-Experte hervorhebt, zusätzlich von der Riester-Förderung des Bausparens profitieren, dem sogenannten „Wohn-Riester“. Damit sichern sich Immobilien-Interessenten zahlreiche Vorteile zur Finanzierung der eigenen Immobilie sowie zur privaten Altersvorsorge über selbstgenutztes Wohneigentum.

Bausparer profitieren von Zinssicherheit

Wer in eine eigene Immobilie investieren will, muss sich zunächst mit der Frage der Finanzierung auseinandersetzen. Gerade für junge Menschen und einkommensschwächere Haushalte macht es deshalb Sinn, über den Finanzierungsbaustein des Bausparens auf die eigene Immobilie „hinzusparen“. „Dem Bausparen kommen als Baustein im Rahmen von Immobilienfinanzierungen eine Reihe originärer Produktvorteile zugute“, so Bernd Hertweck. Als einen entscheidenden Punkt nennt der Wüstenrot-Chef die Zinssicherheit des Bausparens, denn der bei Abschluss vereinbarte Zinssatz bleibt bis zur Auslösung des Vertrags bestehen und macht ihn damit unabhängig von Leitzinsänderungen und anderen gegenläufigen Entwicklungen auf dem Kapitalmarkt.

Flexibilität in den Spar- und Darlehensphasen sowie bei Sondertilgungen

Gleichzeitig profitieren Bausparer von der Flexibilität des gewählten Finanzierungsmodells in Bezug auf die Spar- und Darlehensphasen. Die Laufzeiten und Tilgungsraten können nach eigenem Ermessen und je nach Einkommen gestaffelt und festgeschrieben werden. Bei unerwarteten Änderungen der Lebenssituation lassen sich die entsprechenden Parameter in alle Richtungen anpassen. Als weiteres Plus nennt Bernd Hertweck die nachrangige Absicherung im Grundbuch sowie die kostenfreien Sondertilgungsmöglichkeiten des Bauspar-Darlehens, mit denen Immobilien-Interessenten jederzeit und ohne zusätzliche Kosten in ihre Verträge einzahlen können, wenn sie weitere liquide Mittel zur Verfügung haben. Bauspardarlehen sind demzufolge gut skalierbar und eignen sich als zuverlässiger Finanzierungsbaustein für Immobilien-Interessenten, die auf dem Weg zum Eigenheim keine Risiken eingehen – dabei aber die volle Flexibilität behalten wollen.

Bauspardarlehen sind förderberechtigt

Neben den genannten Vorteil des Bausparens, macht Bernd Hertweck in seinem Gastbeitrag bei Cash.Online darauf aufmerksam, dass insbesondere einkommensschwächere und junge Menschen von staatlichen Förderungen profitieren können – sofern bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden. Dazu zählen unter anderem die Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage und auch vermögenswirksame Leistungen. „Zu nennen ist hier ferner die Riester-Förderung des Bausparens, die einem noch weit größeren Berechtigtenkreis und damit weiten Bevölkerungsteilen offen steht“, so Bernd Hertweck. Wer die Riester-Förderung nutzen möchte, hat dabei die Wahl zwischen einem Riester-Darlehen und einem geförderten Kombi-Kredit aus Bausparvertrag und Darlehen.

Bis zu 2.100 Euro jährliche Einlage-Förderung ist möglich

Mit dem sogenannten „Wohnriester“ wird seit dem 1. Januar 2008 nicht nur die Entschuldung von Eigenheimbesitzern gefördert, sondern auch die Vermögensbildung über das Bausparen. Im Idealfall profitieren Immobilien-Interessenten dann von einer jährlichen zusätzlichen Tilgung, die sie über die Riester-Förderung auf ihr Darlehenskonto überwiesen bekommen. „Die Förderung kann sich durchaus sehen lassen“, resümiert Bernd Hertweck und konkretisiert: „154 Euro Grundzulage zahlt der Staat jährlich für Alleinstehende, Verheiratete erhalten das Doppelte. Hinzu kommen 185 Euro Kinderzulage für jedes kindergeldberechtigte Kind, für Kinder ab dem Geburtsjahrgang 2008 sogar 300 Euro.“ Die zu erbringende Sparrate, um die volle Zulagenförderung zu erhalten, liegt bei vier Prozent des Bruttoeinkommens aus dem Vorjahr.

„Wohn-Riester“ bringt Steuerersparnis

Dabei gilt: alle Riester-Zuschüsse müssen irgendwann versteuert werden. Das „Wohnriester“-Modell bietet dabei den Vorteil, dass das Finanzamt die Erträge aus dem geförderten Wohneigentum, bezogen auf die geleisteten Eigenbeiträge und Zulagen, pauschal mit lediglich zwei Prozent pro Jahr ansetzt. Daraus ergibt sich – angenommen man hat ein Bauspar-Darlehen zu einem Zinssatz von fünf Prozent abgeschlossen – ein zusätzlicher Förderbonus, da die tatsächliche Rendite ja bei fünf Prozent und nicht bei den besteuerten zwei Prozent liegt.

Auf diese Weise kann der „Wohnriester“, je nachdem zu welchen Konditionen ein Bauspar-Darlehen vereinbart wurde, zusätzlich zu einer Zulagenförderung auch eine Steuerersparnis bedeuten. Bauspar-Darlehen mit „Wohnriester“ sind außerdem nicht an eine Rentenversicherung geknüpft – der Fördereffekt greift also nicht nur bei einem besonders langen Leben, sondern kommt in jedem Fall dem Sparer und seiner Familie zu Gute. Nach Erfahrungen von Bernd Hertweck ist das Bausparen demnach nicht nur eine Investition in das künftige Eigenheim, sondern ein effektives Instrument der privaten Altersvorsorge, von dem alle Bevölkerungsgruppen profitieren können.