Mietpolitik als „Kampf gegen den Markt“?
Bernd Hertweck: Mit Wohneigentumsförderung die Wohnraumkrise in den Griff bekommen

Mietpreisbremse, Kappungsgrenze, Milieuschutzgebiete – zahlreiche staatliche Regulierungen sind bereits in Kraft, um Mieter vor unangemessenen Mieterhöhungen und Vermieterwillkür zu schützen. Der geplante Mietendeckel in Berlin und andere Maßnahmen in der politischen Pipeline sollen künftig Mieterrechte zusätzlich stärken und das Wohnen insbesondere in Großstädten bezahlbar halten. Doch den „Kampf gegen den Markt“, wie die Wirtschaftswoche kürzlich titelte, erachtet Bernd Hertweck mit reinen mietpolitischen Maßnahmen als nicht gewinnbar. Der zunehmenden Wohnraumknappheit insbesondere in Metropolregionen muss nach Einschätzung des Wüstenrot-Vorstandsvorsitzenden mit weiteren Instrumenten begegnet werden – allen voran mit der Förderung von Wohneigentum.
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Vermögensbildung junger Menschen besser fördern:
Bernd Hertweck spricht sich für verbesserte Wohnungsbauprämie aus

Die Wohnungsbauprämie wurde 1952 als staatliche Förderung der Vermögensbildung und des Bausparens eingeführt. Inzwischen passen Prämienhöhe sowie Einkommensgrenze nicht mehr zu den tatsächlichen Situationen der Menschen, für welche die Wohnungsbauprämie ein sinnvoller Anreiz wäre, Vermögen anzusparen. Die Bundesregierung plant daher eine Verbesserung der Förderung – betont wurde dies zuletzt beim Wohngipfel vor rund 15 Monaten. Passiert ist wenig – deshalb spricht Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Bausparkasse, seine Forderung klar aus: „Das Ziel sollte es sein, eine verbesserte Wohnungsbauprämie noch 2019 ins Gesetzblatt zu bringen.“
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